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Wie hoch ist die Temperatur in Ihrer Komfortzone?

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Viele von uns erkennen nicht, dass sie in einer eigenen Blase leben, sie befinden sich in einer Komfortzone und wollen diese eigentlich nicht verlassen.

Es ist höchst an der Zeit sich den Anforderungen des digitalen Wandels zu stellen. Wen Sie dies jetzt, egal aus welchen Gründen auch immer, nicht tun, werden Sie mit einer Zukunft konfrontiert werden, die Sie nicht haben wollen.

Die Geschichte mit dem Frosch

Die Problematik besteht auch darin, dass solche negativen Entwicklungen eher schleichend verlaufen und man dies erst bemerkt, wenn es zu spät ist. Wenn man einen Frosch in einen Topf gibt und das Wasser darin langsam zum Kochen bringt, unternimmt der Frosch keine Fluchtversuche.

Wenn wir in unserem Beruf nichts ändern, obwohl unsere Situation immer schlechter und bedrohlicher wird, kann es bald einmal so sein, dass wir keine Kraft mehr haben uns aus bedrohlichen Situationen zu retten.

Die Zeit ist schnell vorbei, dass KlientInnen ihre SteuerberaterInnen mit genug Arbeit versorgen, wenn sich diese nicht an neue Gegebenheiten anpassen. Es wird in Zukunft Anbieter geben, welche einfache Lösungen bereitstellen und KlientInnen werden diese Lösungen in Anspruch nehmen. Man kann sich bisher auch noch so bemüht haben und immer sehr gute Leistungen erbracht haben, das ist dann aber zu wenig.

Mehr auf sich selbst hören

Es ist wohl nichts Neues, dass wir in einer Zeit leben, in welcher sich sowohl der Steuerberatungsmarkt, als auch die in diesem Markt zur Anwendung kommenden Techniken, ändern. Eine solche Situation hatten schon einige Marktführer in ihrer Branche getroffen und sind letztendlich daran gescheitert.

Daher müssen SteuerberaterInnen vorsorgen, dass es ihnen nicht auch so ergeht. Der Hauptgrund für das Scheitern ist darin gelegen, dass  Kanzleien  Geld und Mühe in Techniken stecken, mit der sie zwar ihre derzeitigen KlientInnen halten können, es aber zugleich versäumen, in andere Techniken zu investieren, welche die KlientInnen von morgen verlangen werden.

Haben Sie wirklich alles im Griff?

Das kann auch SteuerberaterInnen passieren, wenn sie glauben, dass sie "alles im Griff haben". Sie müssen sich überlegen, welche Bedürfnisse ihre KlientInnen in Zukunft haben werden. Sie dürfen sich dabei aber nicht nur danach richten, was die KlientInnen glauben, dass sie in Zukunft brauchen.

Wenn SteuerberaterInnen ihren KlientInnen all das liefern, was diese sich derzeit wünschen, und das was sie nicht haben wollen auch nicht weiter verfolgen, dann werden sie über kurz oder lang darunter leiden. Das kann sogar existenzbedrohend werden, weil andere gerade das eben nicht machen.

Es besteht die Gefahr, die Lage zu verkennen

Zunächst ist es noch so, dass disruptive Dienstleistungen den etablierten Kanzleien finanziell zu wenig attraktiv erscheinen. SteuerberaterInnen glauben gerne, dass diese Dienstleistungen wenig zum Kanzleiwachstum beitragen können.

Es ist auch nicht zu übersehen, dass etablierten Kanzleien durchaus höhere Kosten entstehen, um ihr aktuelles Kanzleigeschäft zu bedienen. Dies ist bei Kanzleien, die disruptive Dienstleistungen anbieten nicht der Fall, wenn diese aus dem üblichen Kanzleigeschäft ausgegliedert werden.

SteuerberaterInnen stehen dann oft vor der Entscheidung, entweder das Niedrigpreissegment oder das Hochpreissegment zu bedienen. Da entscheidet man sich eher für das Hochpreissegment.

Für Neues aufmerksam und offen sein

Damit SteuerberaterInnen eine Welle technischer Veränderungen nicht verpassen, müssen sie potenziell disruptive Innovationen aufmerksam verfolgen, auch wenn diese den gegenwärtigen Wünschen der Klienten noch nicht entsprechen.

Hier müssen Sie in Zukunft etwas anders arbeiten, als Sie das bisher gewohnt sind. Leider ist es so, dass Geld eher für Maßnahmen bereitgestellt wird, welche den Wünschen der KlientInnen entsprechen, in dem Glauben, dass das investierte Geld schnell wieder verdient wird. Leider wird das Geld eher dort investiert, wo man den Markt besser zu kennen glaubt und wo es einen sicheren Markt gibt, denn "das Risiko bleibt klein, wenn man den vertrauten KlientInnen genau das liefert, was sie wollen".

Techniken erkennen und kultivieren

Wenige Unternehmen, die mit disruptiven Technologien konfrontiert werden, schätzen die neuen Techniken richtig ein, aber es gibt Verfahren, um solche Techniken zu erkennen und zu kultivieren.

Klären Sie, ob es sich um eine bahnbrechende Neuerungen oder nur um Produktpflege handelt. Bestimmen Sie, welche strategische Bedeutung Sie der disruptiven Technologie beimessen sollten. Stellen Sie fest, wo sich der Ausgangspunkt für die disruptive Technologie befindet. Übertragen Sie die Verantwortung für die neue Technik einer unabhängigen Einheit. Sichern Sie die Unabhängigkeit des mit der neuen Technik befassten Geschäftsbereichs.

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